Warum ist der Zustand der Verkehrsinfrastruktur im reichsten Land der Welt schlechter als in Griechenland und Estland

Wir sind daran gewöhnt, unendliche, weite Schnellchausseen und schlau verdrehte Brücken in Amerika für ein beinahe unerreichbares Vorbild zu halten. Und, man muss zugestehen, das war der Fall während einiger Jahrzehnte. Und wie ist die Situation mit der Verkehrsinfrastruktur in den USA heute?

Die dieses Frühjahr veröffentlichten Angaben zum Zustand der Bauindustrie der USA können nichts sonst als eine Bewunderung beim ersten Anblick einflößen. Die Branche scheint wirklich, aus ihrem Dornröschenschlaf seit letzten Jahren erwacht zu haben, der durch eine Krise verursacht wurde. So zum Dezember 2014 erreichten die Baukosten den höchsten in den letzten 6 Jahren Betrag von $982 Mrd. (!).

Seit 2009 berührte der Fortschritt zum ersten Mal auch die Bauprojekte, die auf Staatskosten finanziert werden. Allein im Januar dieses Jahres wurden neue 39 000 Arbeitsplätze geschafft, und insgesamt innerhalb eines Jahres – fast 308 000 Jobs. Der Stand der Arbeitslosigkeit ist auf Rekordtief von 9,8 Prozent in letzten Jahren angelangt, während die Arbeitslosenrate im Januar 2007 beispielweise 12,3 Prozent betrug.

Alles schien gut zu sein. Bei einer detaillierten Untersuchung der Ergebnisse für Jahr 2014 und der ersten Monaten dieses Jahres ist es jedoch leicht zu erblicken, dass dieser Fortschritt ganz ungleichmäßig in verschiedenen Richtungen der Baubranche verteilt wird. So z.B. ist der Bau von Lagerräumen innerhalb des Jahres um 50 %, Mehrfamilienhäusern – um 34 %, und Bau von Büro- und Geschäftshäusern um jeweils 24 und 16 Prozent gestiegen.

Sollten wir auf die Angaben zur Infrastruktureinrichtungen blicken, worum es sich in dieser Übersicht handelt, so sind hier Fortschrittnachweise überhaupt vielunauffälliger. So ist der Bau der See- und Flughäfen lediglich um 4,9% und der Schnellchausseen und Bahnen – um 4,1% gewachsen. Das soll vielleicht hinreichend sein, - sagen Sie. Nein, die Experten sind nämlich umgekehrt sicher.